Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e.V.

Kreisvereinigung Weimar

21.10.2013
Richard Häsler

Gedenktafel für die Stalinopfer

Parteivorstand der LINKEN spricht sich für Gedenktafel an die Stalinopfer aus.

Der Arbeitskreises zum Gedenken an die in der sowjetischen Emigration verfolgten, deportierten und ermordeten deutschen Antifaschisten bei der Berliner VVN-BdA" hatte im vergangenen Jahr angeregt, einen Gedenkort für die Stalinopfer einzurichten.(Siehe den Artikel auf dieser Webseite vom 15.8.2012:"Den namenlosen eine Stimme geben") Dieser Vorschlag wird in Gänze von unseren Mitgliedern getragen. Am Karl-Liebknecht-Haus, der früheren Zentrale der KPD und dem derzeitigen Sitz der Linkspartei, soll eine Gedenktafel angebracht werden. Der Vorschlag lautet:


Im Karl Liebknechthaus befand sich zwischen 1926 und 1933 das Zentralkomitee der KPD. Dort haben Politiker gearbeitet, die später den Repressalien der sowjetischen Geheimpolizei ausgesetzt waren, wie Heinz Neumann, Hugo Eberlein, Hermann Remmele, Hans Kippenberger und andere, die in der Sowjetunion ermordet wurden.

Der geschäftsführende Parteivorstand der LINKEN hatte bereits im Frühjahr 2013 beschlossen, die Tafel am Karl-Liebknecht-Haus zu befestigen. Innerhalb der Partei waren gegen die LINKE-Zentrale als Gedenkort Bedenken laut geworden und auch einige Mitglieder unserer Vereinigung haben dazu leider eine andere Auffassung. Am 17.10.2013 hat sich der Vorstand der Linkspartei mehrheitlich für eine Gedenktafel ausgesprochen, mit der an deutsche Antifaschisten und Kommunisten erinnert werden soll, die den Repressionen der Stalinzeit in der Sowjetunion zum Opfer fielen. Dem schließen wir uns an. Es wird höchste Zeit!

© VVN-BdA Weimar