Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e.V.
Kreisvereinigung Weimar
Stolpersteine in Gera
Am 8. April 2009 wurden in Gera die folgenden Stolpersteine verlegt. Diese stehen nicht nur für die jüdischen Mitbürger sondern auch für ermordete Widerstandskämpfer.
Stolperstein für Emil Löwenstein- Ort: Zschochemstraße 32 (geboren 1884; deportiert ins KZ Buchenwald1938; Vorsitzender der „Israelischen Religionsgemeinde “ in Gera von Oktober 1938 bis Februar 1942, danach Vertrauensmann in der Reichsvereinigung der Juden; März 1942 verhaftet- Deportation ins KZ Auschwitz am 10.Mai 1942). Er steht für ganze Familie (Käthe Löwenstein, geb. Hauptmann- geb. 1898- Deportation ins KZ Auschwitz 1942; Heinz Hermann Löwenstein- geb. 1926- Deportation ins KZ Auschwitz 1942 sowie Heinz Rose, geb. 1909, Deportation ins KZ Buchenwald 1939- gestorben an den Folgen der Haft am 4.März 1939).
Stolperstein für Rudolf Diener- Ort: Sorge 9 (geb. 16.7.1904 in Gera; Gefängnishaft 1934, anschließend KZ Buchenwald bis 1939. Verhaftung Dezember 1940. Erschlagen durch die Gestapo im Geraer Gerichtsgefängnis am 13.3.1941) Er steht für weitere Antifaschisten, die im Gerichtsgefängnis ums Leben gekommen sind, wie Meta Böhnert, Stadtratsmitglied, ermordet am 28.4.1934, Erich Wilke, erschlagen 24.7.1934, Otto Rothe, misshandelt und an den Folgen am 25.4.1934 gestorben, Christian Schmidt ermordet 1.12.1939.
Stolperstein für Ernst Brüg- Ort: Schlossstraße 2 (geb. 26.6.1883- verlor im 1. Weltkrieg sein Gehör, verlor sein Schuhgeschäft 1937 durch Arisierung- seine Verhaftung 1938 erfolgte unter der Leitung des Ortsgruppenleiters Willy Dornheim; Deportiert ins KZ Buchenwald, starb an den Angriffen gegen ihn bei der Winterhilfsaktion der Nazis vor seiner Wohnung und den Folgen der Haft am 7. Dezember1938.) Außer den Kindern Hannelore und Günter ist die gesamte Großfamilie ums Leben gekommen.
Stolperstein Emmy Weber- Ort: Burgstraße 5 (geb. 10.3.1909- Kinderärztin, erhielt Berufsverbot, Freitod am 15.10.1944 nach Mitteilung zur Deportation nach Auschwitz). Steht für Ihre Eltern Waldemar und Elly, die ebenfalls am 15.10.1944 in den Freitod gegangen sind.
Stolperstein für Anna Schalacha- Ort: Museumsplatz/ Eingang Kultur- und Kongresszentrum (geborene Bender am 27.6.1887 in gera- längere Zeit gemeinsam mit ihrer Tochter Edith Schmidt Lorenz unter Gestapo- Aufsicht gestellt. Musste auf Anforderung der Gestapo umziehen, von der Rudolf Farber Straße 1 in die Agnesstraße 4 und später in die Zschochemstraße32. Freitod am 21.7.1942 nach dem ihre Tochter in das KZ Auschwitz deportiert wurde). Steht ebenfalls für ihre Tochter Edith Schmidt Lorenz.
VVN-BdA Weimar